Technik

Hauptübung und Generalversammlung Gesamtwehr 2016

Generalversammlung

Krauchenwies – Kommandant Robin Damast nannte in seinem Tätigkeitsbericht 57 Alarmierungen mit 97 Einsatzstellen. 76 davon waren technische Hilfen. Dazu haben vor allem Unwetter- und Hochwassereinsätze beigetragen.
Bis auf einen umgestürzten Lastwagen und dem Brand in der Biogasanlage seien es meist „Kleinigkeiten“ gewesen. Dennoch leisteten 501 Einsatzkräfte insgesamt 1230 Stunden Dienst. Der Personalstand der Gesamtwehr beträgt derzeit 185 Mitglieder, zehn davon sind weiblich. Die Belastungsübungen der Atemschutzgeräteträger erfolgen künftig wieder in Sigmaringen.

Seit 22. Dezember 2015 wird in Krauchenwies digital alarmiert. Die offizielle Inbetriebnahme fand jedoch erst am 27. Februar 2016 statt. In einem Rückblick beleuchtete Damast die langwierige Umstellung und gab in einem Kurzvortrag nochmals eine Einweisung in die Meldeempfänger.

Bei der Jugendfeuerwehr gab es einen Wechsel. Martina Seifried gab ihr Amt an Gustavo Wagner weiter. Derzeit haben die fünf Jugendfeuerwehren insgesamt 39 Jugendliche, neun davon sind Mädchen. Diese trafen sich zu 85 Proben mit Basteln, Spielen und Feuerwehrtechnik. Das Zeltlager auf Kreisebene fand in Sigmaringen statt. Bei der Lagerolympiade verteidigte die Jugendfeuerwehr Ablach gemeinsam mit der Werk-Jugendfeuerwehr Zollern aus Laucherthal ihren ersten Platz und ist somit seit vier Jahren ungeschlagen. Zwei Jugendwehren beteiligten sich am Gemeindeferienprogramm. Außerdem standen Christbaum sammeln, Hauptübung und Ausflüge auf dem Jahresprogramm. 2016 sind das Zeltlager in Bad Saulgau und die Jugendübung in Wald schon feste Termine. 2017 richtet die Gesamtwehr Krauchenwies das Jugendzeltlager aus.

Fast schon neidisch blickte der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck auf die große Mitgliederzahl der Jugendwehren. Die Feuerwehr sei gut aufgestellt, aber Feuerwehr sei ein teures Kind, so Dumbeck weiter. Ständige Investitionen seien notwendig. Das Geld sei jedoch in Krauchenwies gut angelegt.

Der stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Alexander Speck überbrachte die Grüße vom Kreisverband und lobte die Jugend für ihr Engagement. Krauchenwies könne auf die Wehr stolz sein, sie verstehe ihr Handwerk, stellte er weiter fest.

Angesichts der vielen Freizeitangebote sei es nicht mehr selbstverständlich, dass sich Freiwillige solchen Aufgaben stellen, lobte Gemeindevertreter Thomas Störk die Arbeit der Wehr. Mit einigen Zahlen dokumentierte er, wie die Gemeinde die Wehr unterstützt.

Hauptübung

Auch dieses Jahr haben sich die Verantwortlichen wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Denn es gab gleich zwei Einsatzstellen gleichzeitig. Einmal die Löwenplatzscheuer und einmal das Rathaus. Und auch die Aufgaben für die Abteilungen waren nur grob umrissen, also alles wie in einem richtigen Einsatz.

Bei der Löwenplatzscheuer handelt es sich um ein altes landwirtschaftliches Gebäude. Der Trakt besteht aus einem Stall und einem Scheunenteil und wird als Geräte- und Maschinenlager genutzt. Beim Rathaus handelt es sich, seit der Sanierung, um ein dreigeschossiges Gebäude. Im ersten und zweiten Geschoss sind die Büros der Gemeindeverwaltung. Der Sitzungssaal ist im obersten Stock.

Angenommen wird folgendes: In der Löwenplatzscheuer bricht durch einen Blitzschlag ein Brand aus. Das Feuer entwickelt sich schnell zu einem Vollbrand. Zum Rathaus hin besteht eine direkte Leitung. Und so kommt es durch Überspannung dort zu einem Brand im Sicherungskasten. Die davorstehenden Kartons geraten ebenfalls in Brand und verrauchen das Treppenhaus so, dass es nicht mehr als Fluchtweg genutzt werden kann. Es sind noch acht Personen, die zum Teil nicht gehfähig sind, auf den verschiedenen Stockwerken und müssen gerettet werden.

Die ersten eintreffenden Kräfte aus Krauchenwies gingen unter Atemschutz zur Personenrettung und zur Brandbekämpfung ins Gebäude. Schnell konnte der Brand gelöscht und mittels Lüfter das Gebäude rauchfrei gemacht werden. Da war die Rettung der Personen mit der Trage über zum Teil drei Stockwerke schon schweißtreibender. Die Abteilung Hausen entnahm das Wasser aus einem naheliegenden Hydranten und baute die Wasserversorgung zur Abteilung Krauchenwies auf. Die Abteilungen Ablach Bittelschieß und Göggingen bekämpften den Brand der Löwenplatzscheuer und sicherten das Nachbargebäude mit einer Riegelstellung.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung lobte der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck den ruhigen, geordneten Ablauf und die Aufstellplätze der Fahrzeuge. So könnten Sonderfahrzeuge, wie zum Beispiel die Drehleiter, im Bedarfsfall ihren Platz finden, so Dumbeck weiter. Ebenfalls gut gefallen hat ihm die eigene kleine Einsatzleitung, die für den Anfang und solche Szenarios ausreichend sei. Für die Personenrettung aus dem Sitzungssaal wurde die Schiebeleiter eingesetzt. In Anbetracht der Höhe von bis zu 15 Metern braucht es aber dazu mutige Räte, die sich da über die wackelige Leiter in Sicherheit bringen, war sein abschließender Kommentar dazu.

Quelle: Südkurier – Herbert Klawitter

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