Technik

Hauptuebung und Generalversammlung 2015

Hauptübung

Ein brennender Kopierer und die Folgen: Dieses Szenario hat die Feuerwehr Krauchenwies, Abteilung Göggingen, bei ihrer Hauptübung durchgespielt. „Brandobjekt“ war das Verwaltungsgebäude der Firma Optigrün, für das die Feuerwehrleute Verstärkung aus Krauchenwies anforderten.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein zum Teil zweistöckiges Bürogebäude. Im Hauptgang befindet sich der Kopierer, der durch einen technischen Defekt in Brand geriet. Die Belegschaft konnte sich zwar ins Freie retten, allerdings versperrte der entstandene Rauch zwei Menschen den Fluchtweg. Sie verbarrikadierten sich auf beiden Stockwerken in einem Büro und auf der Toilette. Die blockierte Brandschutztür konnte nicht verhindern, dass auch Rauch in den oberen Stock gelangte.
Die Abteilung Göggingen baute vor dem Gebäude ihren Löschangriff auf. Der Atemschutztrupp ging von vorne zur Personenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude, das Krauchenwieser Fahrzeug wurde hinter dem Gebäude positioniert. Die Fahrzeugbesatzung bestand aus Feuerwehrleuten beider Abteilungen. Der Atemschutztrupp dieses Fahrzeuges ging von hinten ins Gebäude, und beide Trupps konnten die „Vermissten“ mittels Fluchthaube aus dem Gebäude retten. Mit drei C-Rohren wurde der Brand derweil von außen bekämpft und dabei die Wasserversorgung, die bei dem Gebäude als Stichleitung endet, auf Wasserdruck und Menge getestet. Für diese Einsatzgröße war beides ausreichend.
Durch Disconebel war im Gebäude ein reales Einsatzszenario im Gebäude entstanden. Nach einer halben Stunde konnte Einsatzleiter Franz Stärk die Übung erfolgreich beenden. Trotz nasskaltem Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt waren wieder zahlreiche Zuschauer zum „Einsatzort“ gekommen, vor allem die Altersabteilung. Bei der Übungsbesprechung während der anschließenden Hauptversammlung sprach Kommandant Robin Damast von einem nicht einfachen Objekt und verteilte viel Lob. Lediglich beim Funkverkehr sei nicht immer klar gewesen, wer gerufen wurde, da mehrere Trupps im Einsatz waren, sagte er.

Generalversammlung

Bei 18 Einsätzen hat die Freiwillige Feuerwehr Krauchenwies im vergangenen Jahr ihr Können unter Beweis gestellt. Während drei neue Kameraden das Team unterstützen, herrscht bei der Jugendfeuerwehr immer noch Nachwuchsmangel.
Die 18 Einsätze im vergangenen Jahr waren vielseitig. Dabei ging es um technische Hilfeleistungen, wie das Durchsägen von Bäumen, die über Straßen lagen, oder um Hilfe bei Hochwasser. Grund zur Freude hatte Abteilungskommandant Markus Hanbil, denn mit Maximilian Ott, Manuel Krom und Stefan Leiss konnte er seine 35-köpfige Truppe um drei Mann verstärken. Schriftführer Dominikus Missel verlas den Tätigkeitsbericht, denn neben den Einsätzen standen auch Proben, Absperrdienste, der Feierabendhock sowie das Schlachtfest auf dem Programm.
Kassierer Wolfgang Jäger konnte von einem leicht verbesserten Kassenstand berichten und Kommandant Robin Damast informierte über den aktuellen Stand der digitalen Alarmierung. Demnach gibt es zurzeit Probleme bei der Umstellung in Ravensburg. Weil ein Mitglied der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven wechselte, besteht die Jugendwehr nur noch aus drei Jungen. Jugendwart Frank Walz hat aber Ideen, wie er die Jugendlichen dennoch begeistern kann. Im Frühjahr wollen Aktive und Jugend eine gemeinsame Nachwuchswerbung starten. Um einen sinnvollen Probebetrieb gestalten zu können, proben die Jugendlichen schon jetzt gemeinsam mit der Jugendwehr aus Ablach. Trotz der geringen Teilnehmerzahl übten sie elf mal das Löschen, den Umgang mit Feuerlöscher sowie Fahrzeug- und Knotenkunde.
Im Namen der Altersabteilung bedankte sich Heinz Schöllhammer für die Einladung und erinnerte an den erst kürzlich verstorbenen Ehrenabteilungskommandanten Hermann Kern. An den Jugendwart gerichtet sag er: „Lieber Vier die mitziehen und bleiben, als wenn von 15 Jugendlichen zehn abspringen.“
Die Feuerwehr informierte, dass im kommenden Jahr im Gögginger Gewerbegebiet eine Wasserentnahmestelle an der Ablach errichtet werden soll. Mit dem Ausbildungsstand der Wehr ist Abteilungskommandant Markus Hanbil zufrieden, lediglich die Zahl der Motorsägenscheininhaber könnte größer sein, sagte er.Außerdem wurden Beförderungen bekannt gegeben. Zum Feuerwehrmann wurde Siegbert Veeser befördert. Oberfeuerwehrmann sind Armin Dufner, Dominikus Missel, Johannes Ott, Alexander Stärk, Heinrich und Max Walz und Lucas Wiedenmann. Carmen Mauch wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert.

Quelle: Schwäbische Zeitung – Herbert Klawitter

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